Die Hornisse - ein gefährlicher Ruf eilt ihr voraus!

Sie ist 1,5 - 3 cm groß, gelb-schwarz, hat einen 3,4 - 3,7 mm langen Stachel und macht sich durch ihr lautes Brummen bemerkbar, bei dem die meisten von uns schon die Flucht ergreifen.

Mehrere Stiche der Hornisse sollen lebensgefährlich sein, warum sich dieser Irrglaube so lange hält, werden wir wohl nie erfahren. Die Wahrheit ist, dass das Gift einer Hornisse harmloser ist, als das einer Honigbiene. Es ist bewiesen, dass eine Lebensgefährdung durch Hornissengift zwischen 500-1000 Stiche nötig sind, dies ist nahezu unmöglich, da ein großes Hornissenvolk aus 500-700 Tieren besteht, von denen lediglich ca. 10% stechen.

 

Aggressionsverhalten

Entgegen ihres Rufes, sind Hornissen außerhalb ihres Nestbereiches äußerst friedliche Tiere, die auf Störungen niemals angriffslustig sondern eher mit großer Fluchtbereitschaft reagieren. Natürlich verteidigen sie ihre Königin, sowie die Nachkommenschaft, deshalb sollte man in der Nähe ihres Nestes schnelle Bewegungen, Erschütterungen und direktes Anatmen der Tiere vermeiden. Auch von der Benutzung eines Motormähers in der Nähe eines Hornissennestes wird abgeraten, da sich die Tiere durch den Lärm gestört fühlen.

 

Lebenskreislauf eines Hornissenvolkes

Ein Hornissenstaat besteht nur ein Jahr, denn nur die im Herbst begatteten Jungköniginnen überwintern. Alle anderen Hornissen des Staates, sowie die alte Königin, sterben.

Im Mai verlassen die Jungköniginnen ihre Winterquartiere und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Stelle für ein neues Nest. Bis die ersten Arbeiterinnen schlüpfen, muss die Königin sämtliche anfallenden Arbeiten wie Nestbau, Nestreinigung, Nahrungsbeschaffung und Brutpflege alleine erledigen. Erst wenn die Arbeiterinnen geschlüpft sind, kann sie sich ganz ihrer Hauptaufgabe, der Eiablage, widmen.

Ab dem Spätsommer schlüpfen fast nur noch Drohnen (Männchen) und Jungköniginnen, in dieser Zeit erreicht der Hornissenstaat seinen Höhepunkt mit bis zu 700 Tieren.

Im Laufe des Oktobers verlassen die Jungköniginnen, sowie die Drohnen das Nest. Mit der Begattung der Jungköniginnen hat das Hornissenvolk ihr Ziel erfüllt und geht natürlicherweise ein.

Die Jungköniginnen suchen in dieser Zeit ein geeignetes Winterquartier. Wenn die Jungkönigin den Winter überlebt, kann im Frühjahr mit der neuen Nestgründung begonnen werden.

 

Foto: https://de.wikipedia.org/wiki/Hornisse#/media/File:Vespa_crabro_80708.jpg

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