Fühlt sich auch bei niedrigen Temperaturen noch wohl: die Wintermücke

Die Wintermücke

Von den weltweit 110 verschiedenen bekannten Arten der Wintermücke (Trichoera) kommen auch 12 in Deutschland vor. Sie haben eine Körpergröße von vier bis sieben Millimeter und durch ihre Langbeinigkeit sehen sie den Stechmücken sehr ähnlich. Da die Mundwerkzeuge der Tiere stark zurückgebildet sind, ist es diesen nicht möglich die menschliche Haut zu durchstechen und somit sind sie harmlos.

Die Nahrung der Wintermücken ist noch nicht vollständig erforscht, jedoch ist aufgrund der Mundwerkzeuge darauf zu schließen, dass sie sich scheinbar von Pflanzensäften ernähren. Von Oktober bis April sind sie vor allem auf offenen Flächen und an Waldrändern zu finden. An sonnigen Wintertagen und zum Frühlingsbeginn kann man die Tiere, besonders die Männchen beim Tanzen in Schwärmen beobachten.

Ebenso unerforscht wie die Nahrung ist das Paarungsverhalten.
Der Lebensraum der Larven ist hauptsächlich der Boden unter losem Blattwerk. Sie ernähren sich von Pflanzenresten und den Exkrementen anderer Tiere. Vor dem Schlüpfen arbeiten sich die Puppen selbstständig an die Oberfläche.

 

Der Name ist Programm

Wie der Name schon verrät, ist die Wintermücke sehr kälteresistent. Dadurch ist es ihr möglich, in Höhen von über 3000 Metern und vor alle schon in den Wintermonaten bei etwas mehr als 0°C aktiv zu sein. Doch wie geht das?

Die Kälteunempfindlichkeit kommt durch eine Glycerin-ähnliche Substanz in der Körperflüssigkeit der Mückenart zustande. Diese wirkt wie ein Frostschutzmittel, wodurch verhindert wird, dass die Gewebe- und Zellstrukturen der Wintermücke durch die Kälte zerstört werden.

Außerdem sind der Körper, die Beine und die Äderchen auf den ansonsten durchsichtigen Flügeln dunkelgrau bis schwarz. Damit kann sogar die geringste Strahlungswärme der Sonne aufgenommen werden.

 

Foto Wintermücke: https://de.wikipedia.org/wiki/Winterm%C3%BCcken#/media/File:Trichocera_hiemalis.jpg

 

 

 

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